KI-Konzept
Präambel
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Alltag von Schülerinnen und Schülern angekommen – meist ohne dass sie es merken: Sprachassistenten beantworten Fragen, Videoplattformen schlagen das nächste Video vor, Spiele und Lern-Apps passen sich an, Mitschüler lassen sich Hausaufgaben erklären.
Kinder und Jugendliche erleben KI also nicht als Werkzeug, das sie selbst bedienen, sondern als etwas, das um sie herum passiert.
Genau das bestimmt die Aufgabe der Schule:
Wir helfen ihnen zu verstehen, dass es KI gibt, was sie kann, was sie nicht kann – und dass sie sich irren kann.
Wir schützen die Kompetenzen, die entstehen müssen: Lesen, Schreiben, Rechnen, Fragen stellen, mit anderen sprechen, sich etwas ausdenken.
Und wir nutzen KI dort, wo sie hilft, Kinder besser zu fördern.
So gehen wir mit KI um – Regeln
Eine KI ist kein Mensch: Sie denkt nicht, sie hat keine Gefühle – auch wenn sie so redet.
Eine KI kann sich irren: Ich prüfe, was sie sagt – im Buch oder bei einem Erwachsenen.
Ich verrate der KI nichts Persönliches: Keinen Namen, keine Adresse, kein Foto, kein Geheimnis.
Bilder und Stimmen können gefälscht sein: Wenn mir etwas komisch vorkommt, frage ich nach.
Meine Aufgaben mache ich selbst: Nur so lerne ich es wirklich.
KI benutze ich nur mit einem Erwachsenen: In der Schule mit meiner Lehrerin oder meinem Lehrer.
KI zu Hause – Empfehlungen an die Eltern
Nutzen Sie KI-Programme nicht für die Hausaufgaben Ihres Kindes – auch nicht „nur zur Kontrolle“. Fehler sind für die Lehrkraft wichtige Hinweise.
Wenn Ihr Kind KI zu Hause erlebt (Sprachassistent, Ihr Handy), dann gemeinsam und mit dem Satz: „Das ist ein Programm, kein Mensch – und es kann sich irren.“
Geben Sie keine Fotos, Namen oder Stimmen Ihres Kindes in KI-Dienste ein, auch nicht für lustige Bilder.
Kindersuchmaschinen und Bücher sind für Referate die bessere Wahl als Chatbots.
Wenn Ihr Kind ein Bild, ein Video oder eine Nachricht sieht, die es beunruhigt: ernst nehmen, nicht schimpfen, mit der Schule sprechen.